Unser Verein trägt den Titel "Namenlos - Tierhilfe kennt keine Grenzen" und hat sich im Dezember 2007 gegründet. Ziel und Zweck ist, den Tierschutz an der Außengrenze der EU, vor allem zur Ukraine aufzubauen und Tierschutzprojekte in der Ukraine und Polen zu unterstützen und zu fördern.
Unsere Mitglieder sprechen ukrainisch, russisch, polnisch und deutsch.
Im März 2008 erreichte uns ein Hilferuf von Tierschützern aus der Westukraine. Im Mai 2008 besuchten wir das Tierheim "Barmherzigkeit" in Lviv. Wir fanden furchtbare Zustände vor (Bericht steht unter Aktuelles). Die Stadtverwaltung in Lviv ist derzeit bemüht, die ehemalige Tötungsstation in eine Kastrationsstation umzuwandeln. Einzelne Kastrationen werden schon durchgeführt. Aber es fehlen langfristig finanzielle Mittel und OP-Material für Kastrationen und Sterilisationen.
Zur Situationen in Lviv: Es leben ca. 12.000 Straßenhunde (Waisenwesen) in und um Lviv herum. Sie schlafen meist in Parkanlagen, auf Müllhalden, an Markthallen oder in angrenzenden Waldgebieten. Sie tauchen als 5-7 köpfiges großes Hunderudel oder Einzeln im Stadtbild auf. Es kommt beständig zu Hundekämpfen und Beißereien
Bisher versucht die Stadtverwaltung in Lviv sie einzufangen, 5 Tage in den Tötungszwingern zu "Verwahren" und dann zu töten. Aber Menschen ziehen auch los, um die Hunde zu erschießen, zu vergiften oder sie zu erschlagen. Niemand stört es. In der Stadt Truskavez , einer Kurstadt in der Westukraine, werden derzeit von der Kurverwaltung 30,- Grivn für einen getöteten Straßenhund gezahlt, dies entspricht einem Monatsgehalt.
Die Zwingerräume in der Tötungsstationen müssen umgebaut werden. Die Stadtverwaltung ist an Veränderungen im Umgang mit den "Lebewesen" interessiert, benötigt aber Unterstützung und internationale Hilfestellung.