Aktuelles
ZADAR / BENKOVAC 03. Juni 2008
Eigentlich wollten wir nur ein Tierheim bauen. Jedoch haben uns durch unseren Internetauftritt Hilferufe erreicht, denen wir uns nicht verschließen konnten. Auf die katastrophalen Zustände in Hundelagern – das Wort Tierheim würde die Lage schönreden - in Zadar, einem Touristenort an der Adria und Benkovac 30 km südlich davon im Landesinnern wurden wir durch eine ehemalige Mitarbeiterin von mir aufmerksam. Mit Hilfe von „Animal Friends Croatia“, dem guten Netzwerk von Michael Eichler und Dunja Rajter sowie dem „Tierschutzverein Europa“ konnten wir durch eine internationale Medienkampagne die allgemeine Aufmerksamkeit dorthin lenken. Unter den Medienvertretern war auch ein Team der ARD / Brisant, um den Druck auf die verantwortlichen durch Berichte im Ausland zu erhöhen. Am 03. Juni sahen wir - Dunja Rajter, Michael Eichler und ich sowie die Medienvertreter - in Zadar in einem ehemaligen Zigeunerlager ein völlig verwahrlostes Hundelager mit etwa 150 bis 200 kranken, halbverhungerten Hunden, verwurmten Welpen, Ratten und Hundekot überall. Trockenfutter wird einfach auf die Erde gekippt - Hunde an Ketten, zu viele in kleinen Drahtverhauen, eine wunderschöne Labrador – Hündin in einem alten Autowrack mit 10 Welpen, die sie vor 2 Tagen geworfen hatte. Ein so unglaubliches Elend hat uns sprachlos gemacht und innerlich sehr aufgewühlt. Die Tiere werden nicht medizinisch betreut, Hygiene ist schlichtweg nicht vorhanden. Die verantwortlichen Personen waren nicht zugegen, um sich unseren und den Fragen der Medien zu stellen, obwohl die Aktion in der Presse zeitig genug bekannt gemacht wurde.
Kollabierender Schäferhund der an der Kette lag und deshalb nicht in den Schatten konnte
In Benkovac ein sehr ähnliches Bild, das jedoch durch die brutale Behandlung der Hunde durch die „Betreuer“ noch verstärkt wurde. Ein Schäferhund, der der Sonnenhitze nicht entkommen konnte, weil er an der Kette lag, kollabierte vor laufenden Kameras und konnte nur durch den beherzten Einsatz eines ehemaligen Betreuers gerettet werden. Dieser Betreuer hat die Zustände öffentlich gemacht und hat dadurch seinen Arbeitsplatz verloren. Der Bürgermeister von Benkovac sowie der Besitzer haben ständig versucht die Probleme herunterzuspielen jedoch war die Realität grausamer.
Die Medienkampagne hat ganz Kroatien informiert, noch am gleichen Abend in den TV-Nachrichten, am nächsten Morgen in der Presse.
Wir haben zugesagt mit Know How und persönlichem Einsatz zu helfen – mit dem Bekanntheitsgrad von Dunja Rajter, mit dem Netzwerk von Michael Eichler und meinen persönlichen Kenntnissen und Erfahrungen in Organisation und Managementfragen können wir zusammen mit kroatischen Tierschutzvereinen das Elend unserer Mitgeschöpfe beenden. Es ist bereits geplant, das Gelände in Benkovac in den nächsten Wochen zu räumen und die Tiere in anderen funktionierenden Tierheimen in Kroatien unterzubringen. Um uns erfolgreich zu engagieren BRAUCHEN WIR GELD.